Montag, 11. März 2013

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 15-4
- Im Olymp -
"Uranus berichtet"

Nachdem Hades geendet hatte
Sprach Uranus, Gaias Gatte.

"Ja die Lurche sind nicht dumm!"
Er sah sich dabei im Saale um
Und fügte nach einer Weile dann
Sogleich das Folgende noch an:

"Ich weiß, dass mit den grünen Tieren
Manche von euch sympathisieren.
Auch ich selbst, ganz ohne Schmu,
Glaubt es mir, gehör dazu."
Danach fuhr er mit Stolz im Wort
Weiter in seiner Rede fort:

"Den Frosch gab es, so glaubt es mir
Schon lang vor uns. Das grüne Tier
War der erste unsrer Ahnen.
Schon lang vor mir und den Titanen,
Das sag ich ohne Spott,
Herrschte er als Gott.


Er war von Chaos selbst ein Spross.
Zusammen mit einer Megäre
Herrschte er einst im Tartaros,
Wo Disteln anstatt Rosen blühen,
Bei den garstigen Erinyen
Wo er sicher heut noch wäre!
Hätten die Titanen nicht
In Pausbacks Teich hinab den Wicht,
Der mit uns allen ist verwandt,
Nach einer Streiterei verbannt,
Würd' er noch heut das Zepter schwingen
Und uns all auf Trab hier bringen.
Meinen Kindern sei's gedankt.
Als sie sich  einst mit ihm gezankt
Hat Kronos, was nur noch wir Alten wissen,
Den Frosch aus dem Olymp geschmissen.
Seitdem lebt er im Schlamme dort!"
"Doch," so fuhr Uranus fort.
"Ihr seht ja, was er dort grad treibt.
Ich hoffe, dass er unten bleibt."



"Die Frösche, die selbst uns verspotten
Endgültig einmal auszurotten
Oder zum Schweigen ganz zu bringen
Wird nicht einmal Gott Zeus gelingen
Meinem lieben Enkelsohn
Der nun sitzt hier auf dem Thron!"
 

Und dann fügte er spontan
Vom Frosch eine Geschichte an.

  
Warum Schlangen Frösche fressen
Chinesisches Volksmärchen





wird fortgesetzt



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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als einhundertfünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 15.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.