Dienstag, 17. Dezember 2013

Frosch und Kröte in der Kunst

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 23-39
Kunstexperten im Elysium
- Fritz Bergmann, Österreich, 19. Jh. -
- Teil 5 -

Die Baubo, das geile Frauenzimmer
Machte es nun so wie immer,
Als sie zurück vom Locus kam
Und zeigte erst mal ihre Scham.


Mit jener Art, die ihr war eigen,
Den Seelen im Elysium
Zu allgemeinen Gaudium,
Ihre Stimmung anzuzeigen,
Saß sie, die Vulva schön entblößt
Im Kreis der Helden ganz gelöst
Und ließ, um jene zu erquicken,
Und munter allesamt zu machen
Sich auf ihre Blöße blicken.

Mit keckem, ziemlich frechem Lachen
Stellte dem erlauchten Korps
Sie dabei Wiener Bronzen vor
Die bislang wir noch nicht beschrieben,
Weil unterm Tisch sie nur vertrieben
In Wien einst zu  Franz Joseph's  Jahren
Geschäftig, verschämt und heimlich  waren.

Von den erotischen Miniaturen,
Insbesondere den Froschfiguren,
War vermutlicht auch der Mann
Der braven Sissi angetan."

Als erste zur Erklärung dann
Klickte sie zwei Frösche an
Damit ein jedermann verstand
Um was es bei der Sache ging.
Das Weibchen zeigte ihren Schoß
So wie sie selbst, was toll sie fand.


Und das Männchen übergroß
Präsentierte stolz das Ding
Welches ein Frosch zwecks dem Genuss
Unbedingt haben sollte oder muss.


"Seht hier", so fuhr sie fort mit Grinsen,
"Zwei grüne Frösche in den Binsen,
Ihr seht ja, was die beiden nun
Dort auf dem Mangoldblatte tun."


"Und hier, das nächste grüne Paar
Treibt es in der Küche gar.
Sie und er, vollkommen nackt.
Der Wiener-Bronze- Liebesakt,
Auf dass man ihn bewundert,
Entstand im neunzehnten Jahrhundert.


Zwei andre aus dem gleichen Pfuhl,
Machen es auf einem Stuhl,
Mit purer Lust nur noch im Sinn;
Und auch auf einem Hocker.




Blieben sie so locker,"
So lachte sie, "wie ich es bin."

Dann fuhr sie fort: "Sogar im Stehen
Kann man hier die Frösche sehen.
Ich muss es euch wohl nicht beschreiben
Was sie da miteinander treiben."


"Wieso, was machen sie denn da?"
Wollte Achilles gar gerissen,
Weil alt geworden er schlecht sah,
Von der alten Baubo wissen.

"Komm her Achill, komm her zu mir,
Nun komm schon her, dann zeig ich's dir,"
Hat die Alte nur gelacht
Und sich einen Jux gemacht.

Dann fuhr sie mit keckem Wort
In ihrer Sex-Beschreibung fort.

"Seht hier die zwei auf einer Bank,
Völlig nackt, die Haut schön grün.
Beide jung und rank und schlank,
Ach was sind die beiden kühn.

 
Einer, es ist wunderbar,
Um sie zu gewinnen,
Brachte Blumen mit sogar.
Er konnte gleich beginnen
Denn die Kleine war gescheit
Und schon längst empfangsbereit.

Schaut nur was sie da für Sachen
In ihrem Übermute machen.
Ohne langes Vorgegaukel
Erklärt er ihr die Liebesschaukel.


Er hebt sie sich in Position
Und dann bekommt sie ihren Lohn
Für das was offensichtlich sie
Stehend vor ihm vis-a-vis
Als ganz besondre Liebestat
Für ihn zuvor geleistet hat."

 
"Sogar auf einem Billardtische
Sah man zwei in aller Frische,
 Tun was beide sich zu lieben
Um es einzulochen, trieben.


"Und auf den Knien, schau's dir nur an,"
Sprach sie grinsend zu Achill,
Schau nur wie der Frosch geht ran,...


...Genau so wie's auch ich jetzt will!"

***
Bei diesen Worten sprang sie auf.
Was im Elysium darauf
Mit dem Pelìden ist geschehen
(Achill, der Sohn des Pèleus wird auch so genannt)
Haben wir leider nicht gesehen

***


wird fortgesetzt


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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als einhundertfünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 15.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.