Montag, 29. April 2013


Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 18-10
- Frosch und Kröte in der Kunst -

Hieronymus Bosch

 - Bosch-Frosch-Rezeption -
- Verschiedene Werke -

Wer näher sich mit Bosch befasst
Merkt schnell, der Mann war kein Phantast.
Die Frösche wurden nicht zuletzt
Deshalb von ihm ins Bild gesetzt
Um gegen Rom zu protestieren,
Wo der Pontifex im Kirchenstaat
Frosch und Krott verteufelt hat.

Seinen Protest zu formulieren
Gegen die römischen Katholen,
Welche die Lurche unverhohlen,
Obgleich am Nil sie Götter waren,
Mit gar schändlichem Gebaren,
Indem man sie verketzern ließ,
Vom angestammten Sockel stieß,
Malte, so dass es jeder Kluge merke,
Was er damit sagen wollte
Verschlüsselt sie in seine Werke.

Obwohl der Papst in Rom ihm grollte
Fehlte die Handhabe um Bosch
Anzuklagen in Sachen Frosch.

Seh'n wir des Malers Werke durch
Finden wir noch so manchen Lurch,
Von Hieronymus in Öl gebannt,
Den bisher wir noch nicht genannt.

Der Frosch ist für das Werk der Schlüssel,
Der Zugang zum Künstler uns gewährt
Und was der uns sagen will erklärt.
"Das Jüngste Gericht", es hängt in Brüssel,
Zeigt uns und zwar sehr obskur,
So manche Lurchen-Kreatur.

Die erste davon blickt nach oben
Als wollte sie den Schöpfer loben.
Die Arme hat sie ausgebreitet
Auf dass man ihr den Weg bereitet.
Es scheint als wäre sie bereit
Zur Auffahrt in die Ewigkeit.

Die Kreatur, gemalt von Bosch
Das sieht man deutlich ist ein Frosch.

Ein andrer scheint davon zu hüpfen
Um in den Sündenpfuhl zu schlüpfen
Der im Schilfe vor ihm liegt.
Was er dort will ist völlig klar.

Er hat Schiss vorm Satan offenbar.
Dass der ihn nicht zu fassen kriegt
Hat er die Beine in die Hand genommen
Um ihm schnell noch zu entkommen.


Vier andre treibt ein Ungeheuer
Vor sich her ins Höllenfeuer.

Sie stellen im Bild, auch das ist klar,
Verkommene Menschenseelen dar,
Die das Leben längst verloren
Und nun für ihre Sünden schmoren.

Noch mancher Frosch ist dort zu seh'n.
Insgesamt sind es wohl zehn.
Sogar einen Kannibalen
Durft' Bosch ins Brüssler Ölbild malen.

Der frisst grad einen Sünder auf,
Denn solche gab es dort zuhauf.

Den Forschern ist es längst schon klar
Dass das Werk 'ne Auftragsarbeit war,
Vom Klerus, mit Fröschen drauf bestellt,
Um allen Christen dieser Welt
Zu zeigen was ihnen nach dem Tod
Falls sie nicht gläubig waren, droht.


Ein andres Brüssler Bosch-Werk zeigt
Einen Frosch der offenbar
Jener "blaueReiter" war
Der in des alten Meisters Gunst

War der Moderne zugeneigt
Speziell in Sachen Kunst.
Ohne Sattel, hopp, hopp, hopp,
Durch den Busch im Froschgalopp,
Stehend, reitend sich zu schinden;
Solches konnt' nur Bosch erfinden.

Auf das "Steinschneider-Rondo",
Keiner weiß so recht wieso,
Hat Bosch einen Frosch skizziert
Der die Rahmenplatte ziert.
Der Quaks weiß selbst nicht was das soll,
Doch das Bild findet er toll.

In Sachen Bosch-Frosch-Rezeption
Findet sich manche Illustration,
Die später dann, durch andre Hand
Nach Hieronymus entstand.

Im Werke von Gerd Unverfehrt,
Einem Mann der hoch gelehrt
Wie wir alle wissen war,
Finden Frösche sich gar viele
Im Hieronymus-Bosch-Malstile.
Der erste wirkt recht sonderbar,
Es ist ein alter Froschspringbock
Und geht nun schon lang am Stock.


Der zweite hat 'nen Nixenschwanz
Und vollführt 'nen Hexentanz.


Der dritte im Bunde ist nicht ohne
Denn er trägt gar eine Krone

Und macht so dem Betrachter klar,
Dass er ein König einstmals war.

Das grüne Fröschlein Nummer vier
Trägt auf dem Rücken, wohl als Zier,
Flügel wie sie ein Engel hat.
Weshalb, steht auf 'nem andern Blatt.


Im nächsten Ölbild-Ornament
Sehen wir ein Froschsegment

Welches nach Bosch dem Frosch-Stilist,
Nach dessen Tod entstanden ist.

Der nächste liegt im Lotusboot
Dem ein Fisch ist vorgespannt.
Sterbend winkt er mit der Hand
Und dann stirbt er und ist tot.

Das Bild weist auf den Kreislauf hin
Der ist des Frosches Lebenssinn.
"Leben, Sterben, Auferstehen!"
Er wird zum Fisch, wie wir hier sehen.
Amun, das wird illustriert,
Zum Menschensohne inkarniert.

Ein andrer Frosch, Bosch nachgeahmt,
Hat keine Vorderbeine mehr.

Obwohl er jetzt ist eingerahmt
Fällt so das Hüpfen ihm arg schwer.

Dem nächste Frosch im Bilderband,
Fehlt wie man sieht, die rechte Hand.

Die hat er just beim Spiel verloren
An den Dämon mit Trichterohren.

Ein anderer Lurch ist besser dran!
Wie selbst der Laie sehen kann,
Ist alles heil bei ihm und ganz,
Wie sich's für einen Frosch gehört.
Er hat dazu noch einen Schwanz.
Doch das hat ihn nicht gestört.


Weiter in der Rezeption
Erwarten wir den nächsten schon.
Der ist zwar ziemlich breit geraten
Aber dass Bosch-Frösche waren seine Paten
Ist ihm selbst beim Aufrechtgehen,
Im Bilde deutlich anzusehen.

Den hier sehen wir nur halb.
Es ist vom Bosch-Frosch wohl ein Kalb.


Dieser Bildausschnitt zeigt zwei.
Einer ist ganz offenbar
Just im Augenblick dabei
Der zu werden der er war,
Bevor man ihm das Leben nahm
Und er in die Hölle kam.
Der andre sucht ein Heringsfass
Sich aus als künftiges Gelass.

Warum, so fragen wir mit Graus.
Doch die Antwort steht noch aus.

Ein andres Bild zeigt einen Frosch
Den ein Künstler, frei nach Bosch,
In eine Höllenszene stellte
Wo die Dämonen er verprellte,
Indem er, sie waren zu dritt,
Froschgesichter ihnen schnitt.

Warum, so fragen wir betroffen.
Doch bleibt die Frage wieder offen
Weil nach derzeitigem Stand
Keiner noch die Antwort fand.

Die nächsten beiden Frösche sehen
Wir vor einem Festzelt stehen.

Während der eine Musik macht,
Der andere darüber wacht,
Dass keiner, der nicht dazu gehört,
Im Zelt drinnen die Messe stört,
Welche im Dunkel die suspekte
Geheime Batrachitensekte
Geheimnisvoll und arg okkult
Feiert nach dem Mondfroschkult.

Was im Zelt indes geschieht
Zum Teil im Folgebild man sieht.
Ein Frosch mit einem Zauberstab

Hält die Sektierer all in Trab.
Wie er das macht ist per Detail
Nicht überliefert. Zweifelsfrei
Steht nur das Eine sicher fest,
Dass er den Mors sich küssen lässt,
So wie, auch wenn sich's nicht gebührt,
Die Stedinger haben's eingeführt.

Den Bimmelfrosch Gerd Unverfehrt
Im nächsten Bilde uns beschert.

Auch ihm sieht man recht deutlich an,
Dass sein Vorbild Bosch ersann.

Auch der Menschenfresserfrosch,
Der Männerbeine lässt sich munden,

Ist dem großen Künstler Bosch,
Wie man sieht hier, nachempfunden.

Ein and'rer Frosch zeigt seinen Scharm.
Er hält den Kumpel froh im Arm

Als wollt er sagen "Leute seht,
Wie gut es uns zusammen geht."
Die beiden wirken ziemlich cool.
Vermutlich waren beide schwul.

Das nächste Bild, wir sind betroffen,
Zeigt einen Frosch vom Pfeil getroffen.

Man sieht, ich sag es mit Verlaub,
Er sinkt sterbend in den Staub.
Der Heilige Antonius
Spricht für den armen ganz diskret,
Ihn segnend schnell noch ein Gebet
Und dann erfolgt der Exitus.

Ein andrer Frosch ruht indes faul
Sich auf einem Kissen aus.

Aus seinem breiten grünen Maul
Hängt der Schwanz von einem Fisch heraus
Welchen er eifersuchtsbesessen,
Hat just gerade aufgefressen.
Der Grüne stellt wohl Heket dar
Die einst eine Berühmtheit war.
Am Nilstom bei den Pharaonen
Durfte sie gar als Gottheit thronen.
Doch als Jesus ward geboren
Hat sie ihren Job verloren.
Wütend nimmt im Bild sie Rache
In der leidigen Mobbing-Sache,
Auch wenn das ziemlich hämisch klingt,
Indem sie Sein Symbol verschlingt.

Es folgt ein Kannibalenbild
Auf dem auch ohne Namensschild
Und ohne die geringste Spur
Von des Künstlers Signatur,
Die Kunstrichtung wir gleich erkennen,
Die Forscher Bosch-Frosch-Malstil nennen.

Der Frosch mit Hostie in der Hand,

Nach dem gleichen Stil erstand
Wie bei Bosch er sich bewährte.
Was er sagen will ist klar.
Dass dies nicht im Sinn der Kirche war,
Ich weiter vorn bereits erklärte.

Die nächste Froschillustration
In der Bosch-Frosch-Rezeption
Zeigt uns ein Zweibein-Krötentier.

 
Der Kunstfachmann erkennt auch hier,
Dass den Entwurf Hieronymus
Dazu geliefert haben muss.

Auf Skizzenblättern finden wir
Bei Bosch noch manches Hüpfgetier.
Eines das wir erwähnen müssen
Stammt aus der Sammlung Thyssen.

Es zeigt uns einen Frosch der hüpft
Während seine Quappe schlüpft.

Auf einem andern Skizzenblatt
Ein Frosch 'nen Frosch im Halse hat
Um stolz mit diesem auszureiten.

Ein dritter hilft beim Vorbereiten
Um den Ausritt auf dem Drachen
So leicht wie möglich ihm zu machen.

Auf einem Jugendwerk von Bosch
Finden 'ne Nonne wir als Frosch

Die auf dem Kopfe einen Krug
Über der Nonnenhaube trug.
Warum, weshalb, wieso, wozu
Wusst' nur der Künstler. Der Filou
Ohn' jegliches Entgegenkommen
Und ohne dass er preis was gab,
Hat das Geheimnis genommen,
Und ruht mit ihm im Grab.

Eine Phantastische Figur,
Halb Spiere und halb Froschnatur,

Entworfen mit viel Phantasie,
Entstammt ebenfalls dem Froschgenie
Den als Meister Bosch man kannte
Obwohl "vanAaken" er sich nannte.

Auf Boschgemälden immer wieder
Tauchen Froschgestalten auf.
Mal dämonenhaft, mal bieder,
Einzeln oder auch zuhauf.
Was sie hier im Bilde treiben,

Mit Hostie, Phallus, Weltenei,
Ist ganz schwer nur zu beschreiben,
Denn es ist 'ne Schweinerei.

Das nächste Bild zeigt ein Detail
Aus einer Kupferstecherei
Von Bosch uns einen Gänserich,


Der einem Frosch gar schauerlich
In sein pralles Bächlein pickt.
Wir sehen dass er arg erschrickt.
Er hat, so würde heut man sagen,
Einen Schock davongetragen.
Er ist ganz grün schon im Gesicht.
Doch den Vogel stört das nicht.
Aus dem angebrochenem Ei
Schlupft der Ganser Nummer zwei
Zu dem Frosch. Dem geht es schlecht
Häppchenweise, mundgerecht
Haben die beiden ihn gar dreist
Wie wir erahnen, längst verspeist.

Und noch zwei weit're Frösche hat
Bosch gemalt auf's Skizzenblatt.
Dieser hier in Rückenlage,
Wirkt ziemlich schwach schon und marod'.

Das wirft auf für uns die Frage
"Ist er vielleicht gar schon tot?"
Die Krötenskizze offenbar
Die Vorlage für jene war
Die vorgestellt von uns in Bälde
Wird auch auf einem Boschgemälde.

Die zweite Skizze, diese hier,
Zeigt ein gar sonderbares Tier.
Ein Krötenleib mit Doppelkopf.


Aus des Meisters Farbentopf
Haben wir die Ungestalt
 Mit grauen Tönen übermalt.

***

Es gibt über Hieronymus
Noch manches was man wissen muss.
Er malte Frösche ohne Zahl
In seine Bilder bibelfest
Als wollte er sagen allemal

Zu diesem Thema kommen wir
In der nächsten Folge hier

wird fortgesetzt

Samstag, 27. April 2013

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 18-9
- Frosch und Kröte in der Kunst -


 - Ecce Homo -
- Kreuzlegung -
- Eremitenaltar -
- Die Hölle -
- Die Sintflut -

"Ecce Home" heißt das Werk
Dem nun gilt unser Augenmerk.
Dort wölbt sich eine Kröte krumm
Auf einem Häscherschild herum.


Bosch deutet an uns kunstgerecht,
Dass teuflisch war der Henkersknecht
Der diesen Schild hat einst getragen
Und den Herrn ans Kreuz geschlagen.
  
Immer wieder malte Bosch
Die Kröte oder auch den Frosch
Wenn er die Schlechtigkeit der Welt
Hat in Bildern dargestellt.

Doch schauen wir genauer dann
Entdecken wir auch irgendwann
Dass der alte Meister auch
Wusste was am Nil war Brauch.

Undeutlich erst ist die Kontur.
Kein Wunder bei der Miniatur.
Die Winzigkeit von einem Frosche
Auf des Herrn Jesus Umhangbrosche.


Doch bringt uns die Vergrößerung
Schließlich die Bestätigung.
"Jesus als Frosch, Hieronymus,
Was malst du da, was soll der Stuss?"
So fragen wir und forschen wach
Dem Sinngehalt der Sache nach.

Sicher wollte Bosch beschlagen
Heimlich ganz was andres sagen
Als jenes was der Klerus wollte.
Wie er die Lurche malen sollte
Hatten die Päpste vorgegeben.
Aus diesem kühlen Grunde eben
Fügte er uns insgeheim
Den Frosch, wie er ihn selbst sah ein.

Was man bei Walter Hirschberg liest
Das manchen Kleriker verdrießt,
Nämlich dass einst im Ägypterland
Den Frosch mit Jesus man verband,
Und er für das Seelenwohl
Dort galt im Volke als Symbol
Das wusste ganz bestimmt auch Bosch.
Den Auferstehungsmythos-Frosch,
Hielt in Form von einem Mini-Frosche
Der Maler fest auf Jesus Brosche.



Der Blick des Schergen weist drauf hin
Wo im Bild versteckt den Sinn
Der Maler hat mit seiner Kunst.
Dem Frosch erweist er seine Gunst
Und lässt auf ihn gar eigen
Heimlich einen Finger zeigen,
Der sagt, schaut hin, das ist der Frosch
Der aus Ägypten kam, von Bosch
Als Miniatur tränenbenetzt
Auf die Brosche des Herrn gesetzt.
"Ecce Homo" verkündet er
 "Sehet der Mensch" gemalt von Bosch
Ist nicht andres als der Frosch
Im Nilstromlande, eben der
Welcher dort in  Froschgestalt
 Wie Jesus nun, als Gottheit galt.

Der schweigt nun vor sich hin geduldig
Und bleibt uns so die Antwort schuldig
Auf die Frage ob wahrlich er
Der Nachfolger von Amun wär'.


Wir lassen den beiden ihre Ruh
Und wenden uns den Kröten zu.

Am "Eremitenaltar", ziemlich klein
Stellen die sich alsbald ein.
In einer Säule, innen hohl,
Versteckt sich eine als Symbol


Für Häresie und Ketzerei.
Der Halbmond scheint wie nebenbei
Und gibt mit einem Querverweis
Auf die Beziehungskiste die
Vor langer Zeit im Nilstromland
Zwischen Amun, Isis und Marie,
Und den Froschgöttern bestand,
Zusätzlich im Bilde preis.

Auch am Flussbett bei der Schlange
Sitzt eine Krott, kein bisschen bange
Davor dass sie gebissen wird.
Wir hoffen, dass sie sich nicht irrt


Und wenden uns  in aller Ruh
Derweil dem nächsten Boschwerk zu.


Auf dem Altarflügel "Die Hölle"
Zeigt sich ein Frosch in stolzer Völle.
Er turnt, als wäre das nicht schwer,
Auf der Stadtmauer umher.


Drückt einen Handstand kerzengrade
Hoch oben auf der Balustrade.

Rechts am Himmel, gleich daneben
Sieht man einen andern schweben.
Gleitet nach alter Froschmanier
Durch den Raum wie ein Vampir.


Ich denk, dass er Patrouille fliegt
Weil unter ihm die Hölle liegt.
Er überwacht so das Geschehen,
Dass niemand flüchtet aus Versehen.

Ein andres Höllenbild von Bosch
Zeigt einen Frosch mit Nasenring
Der dem Grünen durch die Gosch
Gezogen an 'ner Kette hing.


Für was der arme sühnen musste
Vermutlich nur der Maler wusste.

Drei andere Frösche, nicht grad nett,
Zerren 'ne Nutte in ein Bett


Um mit ihr zu schlafen
Und sie zu betrafen
Für ihr verhurtes Leben.
So ist die Hölle eben.

Noch eine Kröte, diese hier
Finden auf einem Rondo wir.

Was sie darstellt ist nicht klar
Weil dort gerade Sintflut war.


Die nächste Kröte finden wir
Inmitten von anderem Getier
Auf einem runden Tisch hocken
Und quaken anstatt zu frohlocken. 


Nach dieser Krott in Öl noch schnell
Zwei andere in Aquarell.
Die eine dient bei der Marine

Als Barke mit gar finstrer Mine.
Die Segel brass im Wind gebläht.
An Bord die Admiralität.

Die andre Kröte offenbar
Als Fighter bei der Airforce war.


***

Damit sind wir in Sachen Lurch
Bei Bosch fürs Erste auch schon durch.
Doch Kunstexperten wollen mehr
Noch erfahren über Bosch,
Denn es interessiert sie sehr
Weshalb jener hat den Frosch,
Als hätt' man ihn dafür bezahlt
Immer wieder neu gemalt
Und wie beschrieben eben jetzt
In ein jedes Werk gesetzt.

Aus diesem Grunde werden wir
Noch ausführlicher berichten hier
Damit ein jedermann versteht
Um was bei Bosch und Frosch es geht.

wird fortgesetzt



Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.