Freitag, 3. April 2015

Im Elysium


Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 31 - 182
- Im Elysium -

Im Elysium die Damen
Die Grüße froh entgegen nahmen
Und zogen ihre Lehren draus.

Hera sprach: "Ich richt es aus"
Und wählte sogleich ganz spontan
Die Nummer eins, eins, sieben an.

"Was willst du denn schon wieder?"
So schimpfte Zeus mit Zorn im Ton
Zur Gattin laut am Telefon
Vom Olymp aus auf sie nieder.

"Ich habe in den Flitterwochen
Doch grade erst mit dir gesprochen"
Fügte der göttliche Filou
Grollend, polternd noch hinzu!

Als Hera, was sie machen sollte
Ihn von Maxi grüßen wollte,
Just als sie damit grad begann,
Schrie sie ihr Alter böse an:

"Kümmre dich um deine Kinder
Sie brauchen Liebe all nicht minder
Als meine Tochter Maxima."

"Ich habe alles mitgelesen
Was sie mit ihrem frohen Wesen,"
So tönte er vor Stolz geschwellt,
"Hat just ins Internet gestellt."

Und dann nicht gerade heiter
Polterte er mürrisch weiter:

"Kümmre Du dich mal um Hebe.
Nähre sie an deinem Busen
Damit sie uns erhalten bleibt
Und mir mit Met die Zeit vertreibt.

Was ich zu geben habe, gebe
Ich der hübschesten der Musen.
Die meine liebste Tochter ist."

"Ich will keine Ehezwist!"
Fügte er sodann
Per iPhone noch der Gattin an,
"Und nun mach endlich zu
Dass im Elysium unten du,
Den Göttinnen beibringst mir zu dienen.
Ich habe seit Stunden schon von ihnen,
Was mich frustriert und ziemlich stört,
Keine Froschgeschichte mehr gehört.

Also seht zu, dass allesamt ihr
In Schwung kommt um zu dienen mir."

Zum Schluss, ganz sachlich und in aller Ruh,
Fügte er noch ein Wort hinzu
Das Hera nie vergessen sollte:

"Und was Maxima angeht,
Ich hoffe, dass ihr das versteht,
Kümmere in Zukunft ich
Als ihr Papa persönlich mich!"

Was Hera drauf noch sagen wollte
Blieb ihr im Hals stecken weil
Ein greller Blitz samt Donnerkeil,
Als wäre es ein Rütlischwur,
Fauchend ins Elysium fuhr.

Da hat sie sich gar wohlerwogen
An den Ofen schnell zurückgezogen
Und trug den andern sieben,
Die alle waren schon ganz Ohr,
Von einem Frosche etwas vor
Das Ludwig Hirsch hat einst geschrieben.


Nicht küssen Songtext

- Ludwig Hirsch -


Ka Hex hat mi verzaubert,
ka Zauberer verhext,
I bin a Frosch, sunst nix,
der nur sei Ruah haben möchte,
nicht küssen,
bitte nicht küssen!


I bin nie im Leben a Prinz,
auch verwunschen bin ich nicht,
also bitte komm nicht näher
mit dein riesengroßen Gsicht,
nicht küssen,
bitte nicht küssen!


Ich hasse Deine Lippen,
Deine roten weichen dicken,
nicht küssen!
Geh weg mit Deine Lippen,
Deine roten feuchten dicken,
nicht küssen!


Koch Da meine Schenkel,
hau mi gegen die Wand,
verfütter mich dem Storch,
nur ich flehe Dich an,
nicht küssen,
bitte nicht küssen!


Mein Frühstück – Würmer,
zum Mittag – Fliegen,
auf'd Nacht ein alter Lurch,
warum graust Da ned vor mir?
Nicht küssen,
bitte nicht küssen!
Ich hasse...


Küss doch Dein Verlobten,
vielleicht is er a Prinz,
der schaut eh aus wie a Frosch,
besonders wenn er grinst,
nicht küssen,
bitte nicht küssen!
Ich hasse...


***

wird fortgesetzt

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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als einhundertfünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 15.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.