Mittwoch, 19. August 2015

Im Olymp

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 36 - 5
Im Olymp
- Die Götterversammlung -

ithras

Wie auch Zurvan der alte Knaster,
Die allesamt aus Persien kamen,
Den Götterstreit gelassen nahmen.

 
Sie drängten nicht sich, so wie Thor
In die erste Reihe vor
Und sich im Diskussionsverlauf
Auch nicht als Kriegsteilnehmer auf.

Sie warteten gelassen ab
Ob sich was Besseres ergab.



Die Schöpfer der Shinto-Mythologie,
Ihre Eltern lebten längst nicht mehr,


Hatten nach der Begrüßungszeremonie,
Sich wie sie gern zu tun es pflogen,
Mit Strahlen und Juwelenspeer,
Nach hinten mehr zurückgezogen
Wo sie still besonnen saßen
Und im Kojiki heimlich lasen.

Ihnen war es einerlei
Wer zum Führer wurd erkoren.

Neben ihnen standen drei
Der hübschen, gut gebauten Horen
Die bereits damit begannen
Athenes Rosse einzuspannen.

Denn um zu erringen einen Sieg
Musste schnell man sein im Krieg
Und einsatzbereit zu jederzeit.

Denn wer die Macht sollte erhalten,
Und das Götterreich bewahren
Zu schützen gegen Frösch und Mäus,
Das seit vielen tausend Jahren
Beherrscht war von dem schon arg alten
Gottvater Jahwe und von Zeus
Wurde man nicht einig sich im Streit.

Zu klären schnellst die Führungslage
Waren die zwei nicht in der Lage.

Wie Schröder, im Streite um die Macht
Es mit Mutti Merkel hat gemacht,
In Berlin dereinst auf Erden,
(Nach dem merkelwürdigen Wahlausgang 2009)
Konnt man sich nicht einig werden,
Drob wem die Ehre sollt gebühren
Die Götterallianz zu führen.

Zeus, der sie alle zur Debatte
In den Olymp gebeten hatte,
Sprach zu Hades aus der Unterwelt,
Der auch von ihm ward einbestellt:



"Wie wäre es mit dir mein Bruder?
Mit deiner Tarnkappe wärst du
(Zeus der Unterwelt, Herrscher über die Toten,
Gemahl der Persephone, seine Tarnkappe
 macht unsichtbar, Ilias 5/844;)
Best geeignet doch dazu,
Falls die Tiere ihn beginnen,
 Den Machtkampf für uns zu gewinnen!"

"Der", lachte da das dreiste Luder,
Persephone, Hades Frau.
"Er ist dazu doch viel zu mau!
Er schafft ja nicht einmal im Bette,
Was ich bräuchte und gern hätte."

Was haben im Olymp die Götter
Da alle schadenfroh gelacht.

Vom Lärm, Dionysos der Spötter
Ist aus seinem Rausch erwacht.


"Ich hoffe, ich habe nichts versäumt"
Sprach er und rieb die Augen.
"Ich habe grad davon geträumt,
Dass ich zum Feldherrn würde taugen
Im Krieg, falls es dazu sollt kommen,
Und mit Verstand und Militanz,
Anführen könnt die Allianz
Die wir hier gerade schmieden.
Ich hab es bisher zwar vermieden
Zu kämpfen, doch genau genommen,
Bin ich der einzige wohl hier,
Von dem das Frosch- und Mäusgetier
Respekt hätte in einem Krieg.
Als Unterpfand für einen Sieg
Ist eine Waffe mir geblieben,
Die Aristophanes in der Tat,


Gekonnt und meisterlich beschrieben,
In seiner Froschkomödie hat.
(Aristophanes, "Die Frösche", S. 210-270)
Mit der brachte auf Hadesfahrt
Ich die Frösche schon zum Schweigen.
Ich hab 'nen Schuss mir aufgespart!"

"Wenn ihr wollt kann ich Euch zeigen
Wie die Sache funktioniert."

Di Götter hatten interessiert
Den Ausführungen zugehört,
Die der Weingott, ohn' zu fragen,
Ihnen hatte vorgetragen.

Jener indes, mit keckem Wort,
Fuhr in seiner Rede fort:

Den Hades hätte es fast zerstört,
(Gemeint ist die Unterwelt, die den gleichen Namen
hat wie der dortige Herrscher Hades selbst)
So ließ ich in den finstern Hallen
Dereinst diese Waffe knallen.

Die Frösche sind all'samt krepiert
Als das Ding ist explodiert
Und in tausend Fezen, ungelogen
Durch die Unterwelt geflogen!"


***

wird fortgesetzt

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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als einhundertfünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 15.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.