Dienstag, 17. November 2015

Bei Hofe

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 40 - 33
Bei Hofe

ach 

Klugner war im Plenum dann
Ein Sicherheitsexperte dran,
Der dieses Fach hatte studiert.

"Ich soll", sprach er extrovertiert,
Freundlich und sehr wortgewandt,
"Schnell euch auf den neusten Stand
In Sachen Bedrohungslage bringen."



"Neben all den Terror-Dingen
Die wir aus den Medien kennen,
Das brauche ich euch nicht zu nennen,
Ist schlimmer als jede Kriegsgefahr,
Nach wie vor der Adebar.

Wenn der am Teich auf Froschjagd geht
Es schlecht um jene von uns steht,
Die dort ein Konzert grad geben.

Er trachtet allen nach dem Leben
Die auf den sommerlichen Wiesen,
Die lauen Nächte am Teich genießen
Und nebenbei mit ein paar tollen
Kröten Hochzeit feiern wollen.

Gleich nach dem Storch, das wisst ihr auch,
Weshalb ich's nicht erläutern brauch,
Wenn es um unser Leben geht
Das hinterlistige Manntier steht.

Seit Jahwe und Moses gar verrucht,
Haben unser Volk verflucht
Und es samt unsern Göttern aus dem Land
In den Untergrund verbannt,
Verfolgt uns dieses böse Tier.

Doch neben den beiden, derzeit hier,
Sind die Grauen mit den Schwänzen
Welche durch die Außengrenzen,
Dem Exodus der Bibel gleich,
Vom fernen Mausulina her,
Einströmen in unser Reich,
So als ob's das Ihre wär,
Neben Manntier und dem Adebar
Eine weitere Gefahr,
Die unser stolzes Volk bedroht.



Die Flüchtlinge, all selbst in Not
Sind dabei nicht das Hauptproblem.
Aber wenn dabei mit System
Terroristen wie geschehen,
Unser Sumpfland infiltrieren
Um unser Volk zu terrorisieren,
Dann sollten wir geschlossen nun
Schnell etwas dagegen tun,
Dass wir sie nicht übersehen.

Damit das nicht nochmals passiert
Und Ordnung wird wieder hergestellt,
Müssen, auch wenn es ihnen nicht gefällt,
Die Mäuse viel genauer kontrolliert
Als es Praxis jetzt ist, werden.

Um unser Volk nicht zu gefährden
Sollte an allen Außengrenzen nun
Man endlich wieder alles tun,
So wie es früher üblich war
Um zu begegnen der Gefahr,
Und Mäusen die ins Froschland wollen
Mittels scharfen Passkontrollen,
Den Eintritt zu erschweren.

Mäuse die sich nicht erfassen
Oder registrieren lassen
Ist der Zuzug zu verwehren.

Die Grenzen in Mäuseflüchtlingssachen
Jedoch gänzlich dicht zu machen,
Wäre falsch, doch sollten wir drauf achten,
Dass in sicherheitsrelevanten Dingen
Alle Fürsten im Lade danach trachten
Dass keine Mäus' ins Reich eindringen,
Die unser geliebtes Quakerland
Von innen her stecken in Brand,
Und ihrer religiösen Verblendung wegen
Es in Schutt und Asche legen."

"Aus diesem Grund, so meine ich,"
So fuhr der Sicherheitsexperte fort,

"Sollten den zu uns flüchtenden Mäusemassen
Bei ihrer Einreise in unser schönes Land,
Als ihres neuen Glückes Unterpfand,
Wir Flüchtlingsausweise verpassen.

Pausback muss wissen wer im Lande ist.
Ganz gleich ob Moslem oder Christ,
Ob heimischer Frosch oder Flüchtlingsmaus,
Wer keinen Ausweis hat fliegt raus!"

***

Wie es bei Hofe weiter geht
In der nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt








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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als einhundertfünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 15.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.