Donnerstag, 2. März 2017

Die Muse und der Dichterling

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 47 - 45
Die Muse und der Dichterling
Buch I


Die virtuelle Froschsammlung
des Aristoquakes und der Muse
Aristomyomaximus
 - Teil  22 -


ur 

Ausstellungseröffnung ganz ungefragt,
Hatte Amun selbst sich angesagt.

Und tatsächlich, er ist auch gekommen.

Maxi hat ihn wahrgenommen,
Durch jeden Saal ihn dann geführt,
Und ihm erklärt so mancherlei
Bei ihrem Rundgang nebenbei.

Der Große Grüne staunte sehr.
(Beinamen des Schöpfergottes so wie auch für Osiris)
Der Pharaonensaal war leer.
Die Büsten allesamt entfernt,
Der große Raum total entkernt.

Alle Pharaonen fort.
Nur noch die Schautafeln nun dort,
Die Maxi angefertigt hatte.

Sein Bruder Kek, der Kekets Gatte,
Als Museumsführer jetzt,
Von der Muse eingesetzt,.
Erklärte ihm was rechterhand,
Von ihm sich an der Wand befand.



"Um eine Freude dir zu machen,
Hat einer gesammelt all die Sachen,"
Hat der Bruder fachbewährt,
Dem Familienoberhaupt erklärt.

Amun wollte drauf gerissen
Den Namen des Sammlers sogleich wissen.

"Ich weiß nur, dass das allesamt,
Was du hier siehst aus Schlicktau stammt!"
Erwiderte der jüngre drauf,
Was der ältre nahm in kauf,
Ohne noch drauf einzugehen.

Amun hat sich's angesehen,
Doch sich selbst nicht drauf gefunden.

Mit seinem Volk noch tief verbunden
Schritt mit dem Bruder als Begleiter
In den nächsten Saal er weiter.

Ach wie hat er da gestaunt.

Virtuell und gut gelaunt
War dort Heket aufgebaut,
Die Hebamme mit bestem Ruf,
Just grad einen Frosch sich schuf,
Denn sie war, wie's nicht sollt sein,
Seit der Zeitenwende schon allein.



Amun sah in aller Ruh ,
Ihr eine ganze Weile zu
Und sprach dann zu seinem Bruder.
"Die war immer schon ein Luder!"

Dann wies Kek er darauf hin,
Er war immer noch der alte Spötter,
Dass es machte keinen Sinn,
An der Wand die alten Götter
Weiter dargestellt zu lassen.

"Die Besucher sollen hier
Allesamt sich neben mir,
Mit meinem Volk sich nur befassen!"
Gab mit breitem Mund
Er seinem Bruder kund.

"Das hat die Muse Maxi auch gedacht,
Erwiderte familiär intim,
Darauf Kek, sein Bruder, lächelnd ihm,
Und fügte an, "Wir alle acht
Als die wichtigsten Götter auf der Welt,
Sind dort ja auch noch dargestellt."

"Dich als die Chefgottheit der Acht
Hat Maxi grün hervorgehoben.
Osiris, auf dem Lotus oben
 Haben aus der Finsternis der Nacht,
Hier im Bilde zu begaffen,
Wir mit Dir dort just geschaffen!"


"OK, dann kann die Wand so bleiben!
Wir sollten auch nicht übertreiben."
Murmelte mit frohem Sinn
Amun weiter schreitend vor sich hin.

Im nächsten Ausstellungssaal dann,
Für das werte Publikum,
Das kommen würde irgendwann,
Aus der ganzen Welt,
Das selbe nochmals dargestellt,
Nur Heket diesmal andersrum.


Doch die von Maxima etepetete
Neu angeklebte Froschtapete
Ist Amun sofort aufgefallen.

"Das ist der schönste Saal von allen!"
Begeistert, weil es ihm behagte,
Er da zur Muse Maxi sagte.

Als danach Aristomyomaximus
Ihn ins Foyer führte zum Schluss,
Und er vor sich im Staube ebenda,
Den gestürzten Ketzer sah
Und auf einem Zeilenband,
Las was dort geschrieben stand,
War Amun zu Besuch hinieden
In seinem Haus am Nil zufrieden.




***

Wie es in Kairo weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt.



Die ägyptische Sammlung
des Aristoquakes und der Muse
Aristomyomaximus




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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.