Mittwoch, 8. März 2017

Die Muse und der Dichterling

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 47 - 48
Die Muse und der Dichterling
Buch I

Auf Spurensuche
 - Teil 3 -


Das Gedicht um das es geht,
Aus welchem als ausgewähltes Stück,
 Ihr hier die vierte Ekloge vor Euch seht,





Geht auf eine Zeit zurück
In der, wie das Epyllion zeigt
Eine Weltmacht untergeht
Und eine andere entsteht.
(Gemeint sind das Ägyptische und das Römische Reich)

Es ist vom Dichter so geheimnisvoll
Einst angelegt und konzipiert
Dass das, was erst noch kommen soll,
In Teilen ist bereits passiert.

***

Ganz anders als der Philologe
Eduard Norden die vierte Ekloge,
Daraus bewertet und beschrieben hat
Dieses Aristoquakes tat.

Und auch der alte Ukàlegon,
Weil er Nordens Studie kannte,
Hielt im Olymp nicht viel von dem,
Was der Emder zum Problem,
Im Hinblick auf seine Reputation,
Den andern Wissenschaftlern nannte.

***

Und ihr Freund der Dichterling,
Denen es nur um die Wahrheit ging,
Taten dies gar ab als Stuss.

Sie litten nicht unter der sich selbst auferlegten Bürde,
Wie Norden, der schwer dran trug für die Ernennung
Zum Doktor samt der theologischen Doktorwürde,
Und nicht wie jener bemüht um Anerkennung,
Im evangelisch-theologischen Wissenschaftler-Kreise.


Sie forschten aus Jux und Tollerei
Ganz unbeschwert auf ihre Weise,
Ohne jegliche Fisimatenten.

Nicht so wie Norden, vom Theologenfache,
Betrachteten unvoreingenommen sie die Sache,
Und fanden schließlich heraus dabei,
Dass die drei genannten Prätendenten
Auf welche sie bei Norden stießen,
Nicht wie Pollios Kinder hießen,
Sondern Cäsar, Marc Antonius
Und Kleopatra noch zum Schluss.

Von Jesus, der alles Römische ja hasste,
Am Nil in Alexandria aufgegriffen,
Hat der dann später mit den Seinen,
Das Ganze so zurecht geschliffen
Dass es zu seiner Vita passte!

"So könnte es gewesen sein,"
Hakte darauf sichtlich froh,
Maxima, die Muse ein.
Ganz sicher war es so!"


Während ihr Freund, der Dichterling
Noch einmal ganz kurz in sich ging,
Und das Gesagte überdachte,
Damit er keine Fehler machte,
Preschte die Muse mit Humor,
Im Thema sogleich weiter vor.

"Was dazu die Wissenschaftler meinen,"
Sprach sie "ist mir schnurz egal.
Ich sage es dir jetzt noch einmal.
Es ist Jesus der zur Zeitenwende
Papa bereiteten wollt sein Ende.
(Die Muse Maxi spricht hier von ihrem Vater Zeus, der mit allen
 anderen Göttern die zur Götterversammlung in den Olymp angereist
waren, durch eine von Dionysos versehentlich ausgelöste Explosion,
 außer dem ägyptischen Schöpfergott Amun, im All verglüht sind)
 Doch wie es kam das weit du ja.
Nun ist nur noch Amun da."




"Ja aber Maxi", erwiderte der Dichter ihr,
Schau mal was Eduard Norden hier,
Weiter hinten auf einem Blatt
Noch dazu geschrieben hat.
Es geht noch immer um die Personenfrage....."

"Hör zu was ich dir sage."
Hakte Maxima da nochmals ein,
"Was der schrieb ist mir einerlei,
Es ist Jesu Christ, ich bleib dabei,
Es sei denn es stellt sich heraus,
Dass es einer würde sein,
Der besser noch als du sieht aus.
Solch einer käme mir gelegen.
Du weißt sicher auch weswegen!"

***

Wie es damit weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt

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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.