Dienstag, 16. Mai 2017

Die Muse und der Dichterling

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 47 - 78
Die Muse und der Dichterling
Buch I

Auf Spurensuche
 - Teil 33 -

Draußen vor dem Laden dann,
Sie hatten Kemal schon vergessen,
Sprach nach lautem Magenknurren,
Maxi zum Dichter ohn' zu murren,
"Ich denk wir müssen irgendwann,
Auch mal einen Happen essen."

Nach ihrer Frage hat ein Passant,
Ihnen ein Restaurant genannt,
Das im Kairoer Basar
In zurzeit gerade war.

"Wenn sie sich was Gutes gönnen wollten,"
So riet der Ägypter ihnen da sogleich,
"Zu David Gilhooly sie gehen sollten."

"Dort gäbe es ägyptische Spezialitäten,
Nämlich Nilfische gänzlich ohne Gräten,
Nach Rezepten aus dem alten Reich."

Schnell war das Lokal gefunden.
Nachdem sie Platz hatten genommen
Ließen sie sich die Karte kommen
Und dabei den Wein schon munden.

 


Vom Fastfood bis zum opulenten Mahl
Gab es tatsächlich  alles im Lokal.

Von Maultaschen nach Lurchenart,
Über Pizza, Schaschlik, Eis und Torten,
Mit Fröschen aller Nilfroschsorten,
Roh, gegrillt, gebraten oder weich gegart,
Vitaminreich und lecker zubereitet,
Bis zu Eintöpfen, Spaghettis, Muscheln, Kuchen,
Bis zu lebendigen oder gar toten
Kröten wurde alles angeboten,
Und hat zum Kosten sehr verleitet. 




 
 














 



 











 
 


Es viel schwer sich etwas auszusuchen!


Maxi ließ sich erst ein paar von den gesunden
Leckeren Schokoladekräckern munden,
Die der Ober ihnen ganz ohne Entgelt,
Zum Probieren hatte hingestellt.


Ihr Freund, der Dichterling hingegen,
Seiner schlanken Linie wegen,
Trank nur ein Tässchen grünen Tee
Gewürzt mit frischem Chicoree.


 


Dabei wählten zum Mittagsschmaus
Sie die Vorspeisen sich aus.
Sie haben Kartoffeln ungepellt
Mit Quappen darauf sich bestellt.

Und dann wie Gourmands routiniert
Haben sie die Karte ganz genau studiert.

Diese enthielt alles was rar
Und deshalb ziemlich teuer war.

Der Dichter mit Riesenappetit
Wählte, bei David besonders exquisit,
Weil er es kannte von zu Haus,
Sich ein Bauernfrühstück aus.

 

Sechs Spiegeleier ließ er sich
Dafür in die Pfanne hauen.
Und zum besseren verdauen,
Sehr lecker dazu zweckdienlich,
Zehn dicke Scheiben grünen Schinken
Und einen Schnaps dazu, zum Trinken.


Maxi wählte sich als Hauptgericht
Zwei Froschburger nur, mehr wollt sie nicht.





Zum krönenden Abschuss nahm sie Eis
Mit Fröschen darauf und zwar heiß.


 

***

Der Dichter unvoreingenommen,
Weil der nur dort war zu bekommen
Hat am Ende ungeniert,
Als grünes Aphrodisiakum,
Den Pornoburger noch probiert.


 

Doch das nahm ihm Maxi krumm.

***

Wie die Geschichte weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt




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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.